Topic 101: System Architecture13%Die Schicht zwischen dem Blech und einem benutzbaren System. Herausfinden, welche Hardware tatsächlich steckt und welche Kernelmodule sie ansteuern, die Bootgeschichte aus den Logs lesen und die Abfolge von BIOS oder UEFI über Bootloader und initramfs bis zum laufenden Init kennen, dabei SysVinit und systemd gleichermaßen, Upstart auf Kenntnisebene. Am Ende steht das, was du als Admin irgendwann um drei Uhr nachts brauchst: das laufende System zwischen Runlevels oder Boot-Targets bewegen und es herunterfahren oder neu starten, ohne die angemeldeten Leute zu überraschen. Acht der sechzig Gewichtungspunkte liegen hier.
≈ 8 h Topic 102: Linux Installation and Package Management20%Software auf die Maschine bekommen und konsistent halten. Das fängt vor der Installation an, mit der Abwägung, wie du die Platte aufteilst: Was verdient eine eigene Partition, wie viel Swap, wo passt LVM hinein. Danach Bootmanager installieren und konfigurieren und herausfinden, welche Shared Libraries ein Binary wirklich braucht und wie der Loader sie findet. Der Großteil der Gewichtung verteilt sich bewusst auf die beiden Paketwelten: apt und dpkg auf der Debian-Seite, rpm plus yum und zypper auf der RPM-Seite, dnf auf Kenntnisebene. Ein kurzes letztes Lernziel betrachtet die Maschine selbst als Gast: virtuelle Maschinen, Container, Cloud-Instanzen und die Identitätsartefakte (SSH-Hostkeys, D-Bus Machine ID), die ein Klonen nicht überleben dürfen.
≈ 12 h Topic 103: GNU and Unix Commands43%Mit deutlichem Abstand der größte Block der Prüfung: 26 von 60 Gewichtungspunkten, also grob zwei von fünf Fragen. Hier geht es um die Shell-Sitzung selbst: Befehle ausführen und bearbeiten, die Umgebung und wie Variablen exportiert werden, Textfilter von cat und cut über sort und sed bis zu den Prüfsummen-Werkzeugen, Datei- und Verzeichnisverwaltung samt find, tar, cpio und dd, und die Stream-Klempnerei, die das alles mit Pipes, Umleitungen, tee und xargs verbindet. Daneben liegt die Prozessarbeit: Vordergrund- und Hintergrundjobs, nohup, Signale, ps und top, Priorität anpassen mit nice und renice. Zum Schluss reguläre Ausdrücke, basic gegen extended, und so viel vi, dass du eine Konfigurationsdatei öffnen, ändern und wieder verlassen kannst.
≈ 26 h Topic 104: Devices, Linux Filesystems, Filesystem Hierarchy Standard23%Speicher von der Partitionstabelle aufwärts. MBR- und GPT-Tabellen verwalten, Dateisysteme mit ext2/3/4, XFS, VFAT und exFAT anlegen (Btrfs auf Feature-Kenntnisebene) und sie danach ehrlich halten: Integrität prüfen, freien Platz und Inodes im Blick behalten, einfache Schäden reparieren. Das Einhängen ist eine eigene Disziplin: von Hand, beim Booten über /etc/fstab, per Label oder UUID, für Wechselmedien, systemd-Mount-Units auf Kenntnisebene. Das letzte Drittel ist das Rechtemodell mit Modes, Eigentümern, setuid, setgid und Sticky Bit, dazu harte und symbolische Links und der Filesystem Hierarchy Standard, der aus der Frage „wohin gehört diese Datei?“ eine Regel statt einer Meinung macht.
≈ 14 h